Wie man sich in 7 Minuten grossartig fühlen kann

Diese 7,25 Minuten werden Ihnen Bestätigung geben. Der Kurzfilm Validation war und ist für mich immer wieder eine Bestätigung, wie wichtig Bestätigung ist.

Validation = Bestätigung drückt in Bildern aus, was die Psychotherapie in langen Sitzungen häufig nicht erreicht.

Wenn Ihnen das Video gefällt, teilen Sie diesen Beitrag, damit sich auch andere Menschen grossartig fühlen

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3 Gedanken zu „Wie man sich in 7 Minuten grossartig fühlen kann

  1. Küstennebel

    Hat alles zu sehr den NLP Status von Illusionärem Einreden, selbsuggestivem Klimbim.

    Das authentische Wahrnehmen eines Selbstwertes hat nur bedingt mit dem Anerkennungsheischen zu tun. Wer auf die Anerkennung anderer wartet, wer der Bestätigung durch andere zuviel Wert beimißt, der macht sich abhängig von dem was andere sagen.

    Der springende Punkt bei der Suche nach Bestätigung ist, das man selbst entscheiden können muss, wessen Bestätigung tatsächlich eine Bestätigung meiner Selbst ist und welche wiederum eher eine Manipulation ist um Macht auszuüben.

    Mein Chef kann mich nicht loben, das steht ihm schlicht genauso wenig zu, wie mich nach der Farbe meiner Unterhosen zu fragen.
    Mein Nachbar kann den gut geputzten Flur loben oder ggf. meine Freundlichkeit, vielleicht auch meine Hilfsbereitschaft.

    Ein Fremder also der sagt: „Sie sind großartig, Sie haben ein ganz besonderes Gesicht!“ Ohne das wir überhaupt einen Kontakt hatten, macht folgenden Fehler: Erstens er kennt mich nicht, er lobt also nicht mich persönlich, sondern eine Imaginäre Figur in seinem Kopf, möglicherweise verteilt er nur Lob weil er sich dann selbst besser fühlen will. Zweitens „ein schönes Gesicht“ hat man sich ja noch verkniffen, aber auch ein „ganz besonderes Gesicht“ ist falsch.
    Für sein Gesicht kann ein Mensch nichts. Weder wenn es besonders schön, noch wenn es weniger schön sein sollte. Insofern ist das eine Werteüberhöhung des Körpers und des Aussehens. Das ist Wertlos und im Gegenteil sogar eine gefährliche Illusion, bestärkt es doch gerade die Scheinselbstwerte durch Schönheit, der heute die ganze Gesellschaft erliegt.

    „Eines Tages werden die Menschen sie so sehen, wie Sie wirklich sind!“

    Sehr interessant. Glaube ich nur nicht dran. Menschen sehen in aller Regel das Äußere und Äußerliche, jedenfalls der Bewußtlose Teil der Menschen und selbst wenn wir uns unserer Vorurteile noch so bewußt sind, können wir uns des Bildhaften Reizes eines schönen Gesichtes oder sehr schön adrett gekleideten Menschen nicht erwehren und sind diesem gegenüber oft wohlwollender gesonnen als anderen Menschen. Das wissen auch die Asozialen dieser Welt, deshalb ist denen auch das Kleiden und Aussehen so wichtig. Was keine Parteinahme für schlampiges Aussehen sein soll 🙂

    „Sie sind Toll!“
    Warum?
    Das ist die Frage die die Illusion von der Authentizität trennt.

    Wenn jemand sich schlecht verhält, wenn ich nicht weiß ob jemand nett oder doch nur ein manipulierender Typ ist, woher soll ich das wissen?
    Ausserdem ist die Pauschalität der Aussage anzuzweifeln. In der Pauschalität liegt eine Lüge begraben. Niemand ist NUR Toll.

    Wir alle sind mal Doof, mal Nett, mal totale Dumpfbacken. Das hängt mit unserem Verhalten zusammen. Aber wir könnten uns anstrengen so oft wie möglich so nett wie möglich zu sein. Wenn wir das WIRKLICH machen, dann können wir uns Selbst auf die Schulter kloppen. Das erfordert natürlich eine gewisse Ehrlichkeit, die nicht jeder hat. Aber dann ist er auch nicht „Toll“ sondern sucht Hilfe und Zuflucht bei Illusionen.

    „Sie, Sie sehen phantastisch aus!“

    Auch hier wieder eine Ohrfeige für alle, die nicht fantastisch aussehen. Diese werden bei so einer Aussage schon wieder zusammenzucken, sich in sich einrollen und den Seelenschmerz erleiden, das sie nicht so schön sind und nicht so phantastisch.

    Es ist Humbug jemanden für sein Aussehen oder seine durch Kleidung oder auch Kosmetika und damit über Besitz und Haben beförderte Erscheinung über den Klee zu loben.
    Richtiger ist ein Lob für die Mühe, die darin steckt. Wobei auch das eine Falltür sein kann, weil viele sich die Mühe machen um ihre Fehlerhaftigkeit zu kaschieren und im tieferen Sinne ihre narzistische Selbstillusion zu pflegen und nicht um anderen Freude zu bereiten. Dennoch ist der Aufwand lobenswert, weil es wirklich etwas positives ist.

    „Sie haben soviel Lebenserfahrung, die von den Leuten gar nicht geschätzt wird“.
    Das kann man natürlich nur sagen, wenn das stimmt. Lebenserfahrung eines unweisen Menschen ist nicht viel Wert, weil er nie aus seiner Erfahrung zu lernen begonnen hat. Gerade das ist der Punkt. Aber auch hier: Es gibt gerade wenn man mit ADHSlern zu tun hat, durchaus auch mit anderen scheiternden Menschen, dann für den einen oder anderen auch einen Stich durchs Herz, weil diese nicht fähig sind Lebenserfahrung und Erkenntnisse korrekt umzusetzen. Dafür können diese nichts und deshalb ist so ein pauschales Lob auch inhaltsleer. Darauf kommt es an: So ein Lob bracuht einen Inhalt. Der muss sozial gegeben sein also muss man den Menschen kennen, und man muss inder Lage sein dies zu beurteilen, ob jemand sich durch kluge Lebensentscheidungen auf Grund seiner Lebenserfahrung herausgetan hat.

    Pauschales Lob dieser Art ebenfalls nur Honig um den Bart schmieren.

    „Sie sind ja richtig gut in Form!?“ Machen Sie Sport?!“

    Auch hier, ein Lob für eine Leistungsfähigkeit, die einer ständig scheiternden Klientel nicht gegeben ist. Auch in Anbetracht der Erfahrungen und der Kenntnisse der neurologisch gebahnten Fähigkeiten sich aufzuraffen, Leistung an den Tag zu legen etc, ist das ein schwerer Tobak.
    Es lobt eine Leistung und eine Leistungsfähigkeit aber auch ein Erscheinungsbild und eine disziplinäre Lebensführung, die nur bedingt aus Willenskraft entsteht, sondern in aller Regel durch Gesundheit (Kranke treiben weniger Sport, nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie nicht können!), positive Erfahrungen mit Sport zusammenhängt und daraus ergibt sich ein Lob für diesen Zusammenhang und nicht für die Person selbst.

    Es ist ein Irrtum so etwas zu loben. Das sollte einem klar sein wenn man vor allem gescheiterte bzw. oft scheiternde Menschen begutachtet.

    „Sie geben Leuten Arbeit und ernähren viele Familien“.

    Bestärkt man hier einen Menschen, der nur an der Vermehrung seines Einkommens / Vermögens interessiert ist, dann ist das schlicht falsch. Man sollte natürlich, den Menschen die man sieht, immer die positivsten Beweggründe unterstellen, das ist auch wichtig für das eigene seelische Wohlbefinden.
    Trotzdem halte ich es nicht für sinnvoll pauschal zu Bewerten und individuelles Lob auszusprechen. Tatsachen sind Tatsachen, Wer Arbeit anbietet, leistet nützliches. Für sich und andere. Das ist völlig legitim seine eigenen Interessen im Blick zu haben, deshalb ist es ok wenn man das als eine Tatsache so betrachtet. Ob man aber einen Menschen darüber belobigt, das er Arbeitskräfte einkauft um sein Vermögen zu vermehren?

    Genug Details

    Viele Punkte kann man als eine Positive Weltanschauung und eine positiv motivierte Sicht der Dinge verstehen. Der Aufruf in dem Video ist verständlich, aber das Prinzip wurde nicht verstanden.

    Der Mensch ist nicht automatisch in jedem Sinne zu loben. Er ist eben nicht immer einfach nur Ok in dem Sinne, das er alles richtig macht. Auch wenn jemand Depressiv ist, macht er nicht alles richtig. Man muss niemandem Zucker hinterherblasen, sonst bläst man die Leute gerade nur auf für ein paar Minuten aber an den Ursachen der negativen Selbstkonstruktion kommt man nicht heran, weil die Wertevorstellungen und das eigene negative Verhalten der wirklichen positiven Selbstbewertung entgegenstehen.
    Also fördert man mit dem falschen Lob eine Verzerrung des Selbstbildes. „Och du bist so schlank! TOLL! Nein, das ist ein falsches Lob. Wer schlank ist, ist schlank weil er Glück hat und gesund geblieben ist. Das er sportlich ist, sich bewußt ernährt mag dazu beitragen, aber das schafft er WEIL er gesund und schlank ist. Dafür kann man Dankbar sein. Aber sich etwas darauf einbilden? Unsinn.
    Aber gerade damit sprengt man den ganzen Unsinn einer fetischorientierten Selbstbeweihräucherung einer konsumistischen Gesellschaft, man sprengt das gesammelte fade öde Bild einer Ikonografie von Erfolg und Leistung.

    Anders muss man das sehen. Denn darum gehts: Den Menschen nehmen wie er ist, aber seine negativen Seiten auch benennen, damit er sich verbessern kann. Und wer unverbesserlich ist, weil er lieber in seiner „Matrix“- Seinen Illusionen lebt, wer sich lieber mit Selbstsuggestionen den Sinn für die Wirklichkeit verblendet oder darauf wartet das ihn andere durch Lob erheben, der wird vielleicht nie zufrieden.

    Ein recht kluger Mensch sagte wohl mal: Liebe deinen Nächsten. Das kennen die meisten. Das Jesus aber sagte: Liebe deinen Nächsten wie dich Selbst! – Das wurde durchaus bewußt unterschlagen.
    Selbstliebe entsteht aber nicht indem man den falschen Werten einer völlig verrückten und geistig-emotional dahinsiechenden Gesellschaft folgt, sondern indem man sich davon emanzipiert.

    Ein meiner Meinung nach besserer Versuch zu sagen was Sie sagen wollten mit dem Beitrag findet sich hier

    Ob diese Fundamentalkritik veröffentlicht werden sollte weiß ich nicht genau. Das müssen Sie entscheiden. Ich will auch niemandem seine Krücken wegreißen, das ist ja genauso unfair. Irgendwie ist diese halbgare inhaltsleere Form des Pauschalbestätigens/-lobens schlicht falsch, ich kanns ja nicht ändern. Möglicherweise ist mein marodierender Aspieverstand gerade auch auf Abwegen, das entscheiden bitte Sie.

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  2. Pingback: Seelenklemptnerei | Psychiatrie to go

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