Wie man mit Harry Potter Therapie machen kann

Viele meiner Patientinnen und Patienten kennen

Harry Potter und die Lebendigen Bilde

. Dort gibt es u.a. eine Tageszeitung („The daily prophet“), die absolut auf der Höhe der Zeit ist, da sie multimedialen (interaktiven) Content hat. Sie bietet u.a. „lebende Bilder“. Dabei kann man quasi auch in die Vergangenheit zurück. Soweit sind die heutigen Online- oder Tablett-Zeitungen noch lange nicht.

Timeline-Technik mit Lebendigen Bildern über interaktive Metaphern von Harry Potter

Harry Potter ist halt sehr bekannt und fast jeder hat eine eigene Fantasie dazu. Gerade auch bei Leuten, die die Bücher oder die Filme nicht gesehen haben.
Ideal für einen Seelenklempner. Und eine sehr interessante bzw. „lebendige“ Variante bzw. Ansatzmöglichkeit der sog. „Timeline-Technik“ (Zeitleiste).

Eine meiner Patientinnen berichtete mir in einer Therapiestunde, dass sie in der Kunststherapie eine Art „Zeitungsseite“ ihres Lebens gestaltet hätte. Fand ich eine tolle Idee.

Ich griff sie auf und fragte, ob die Zeitung auch eine Art „Tagebuch-Funktion“ habe. Also alle aktuellen Ereignisse und Einflüsse abbilden könnte.

Ja, das könne wohl sein. So sei beispielsweise das heutige Exemplar noch nicht ganz gefüllt.

„Da ist ein Riss“ in der Zeitung, so erklärte mir die Patientin.

Ich wurde neugierig.

Ich wollte wissen, ob dieser Riss „älter“ oder jung sei. Sie meinte, es müsste sich um einen älteren Riss handeln.

Harry Potter Lebendige Bilder bzw. die Zeitung als Archiv der Emotionen

Ich bat sie jetzt, sich eine Art Archiv ihres „Daily Prophet“ vorzustellen.
Das konnte sie sehr gut und so hatte sie jetzt quasi in abstrakter Form jeweils eine visuelle Tagesausgabe ihres Lebens.

Die Zeitungen hatten alle einen Riss an der gleichen Stelle. Und noch interessanter : Auch zukünftige „leere Blätter“ für die noch zu druckenden (bzw. zu visualisierenden) Ausgaben hatten quasi die gleiche Sollbruchstelle.

Ich erklärte ihr, dass dies möglicherweise ein Fehler in der „Vorlagenfunktion“ ihres Gehirns (sog. default mode modus) sein könnte. Den wir unbedingt „fixen“ sollten.

Dazu bat ich sie, sich in ihr „Zeitungsarchiv“ bis zu dem Moment zurück zu gehen, an dem der Riss zum ersten Mal erscheint.

Sie war selber erstaunt, aber das war ein Zeipunkt in der Pubertät. Ich fragte sie, wie sich das optisch in ihrer Zeitung bemerkbar machen würde.

„Die Seite selber ist ziemlich dunkel. Sie riecht miefig. Und sie ist verklebt. Da sind 2 oder mehr Seiten wie mit einem Leim miteinnder verklebt. Und dann hat sich der Riss ergeben“.

Schnell wurde klar, dass dieser „Riss“ mit einem sexuellen Übergriff zu tun hatte, der im Umfeld des Freundeskreises ihrer Familie stattgefunden hatte.

Ich möchte an dieser Stelle nicht genauer verraten, wie wir nun die Seite wieder repariert haben. Aber über die Emoflex(R)-Techniken haben wir zumindest den Riss gekittet, was sich dann auch nachhaltig auf die weitere Psyychotherapie auswirkte.

Mir ist in diesem Zusammenhang eher wichtig, dass man über die (auch als NLP bekannte) Time-Line-Technik eben an Dinge herankommen kann, an die man normalerweise als Therapeut so gar nicht denken würde.

 

Den Beitrag habe ich auch für die sehr interessante Blogparade Methodenpool erwähnt. Schaut einfach mal auf die Seite !

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